Anlässlich der vor kurzen erschienenen Version 2.0 für Zoo, möchten wir unseren Lesern einen weiteren Vergleichartikel bieten. Bei allen drei Komponenten handelt es sich um sehr mächtige Instrumente, um das eigene Joomla besser strukturieren zu können, sogenannte "Content Construction Kit’s" (kurz CCK’s). Doch welches wählen? Genau diese Frage werden wir in diesem Artikel klären. Wir wünschen viel Spaß bei unserem großen Vergleichstest.
Download-Links:
Als erstes folgt eine kleine Übersicht, mit den Links zu den jeweiligen Komponenten-Pages. Dieser wird als erstes angegeben, weil somit die Möglichkeit besteht, den Test nachvollziehen zu können und als Leser selbst “mitzutesten” beziehungsweise “nachzutesten“.
ZOO 2.0: http://zoo.yootheme.com/
K2: http://getk2.org/
SOBI2: http://www.sigsiu.net/download/components/sigsiu_online_business_index_2.html
Installation:
Die Installation ist bei allen Komponenten gleich: Man installiert schlicht und einfach über den integrierten “Joomla – Installer” und kann danach direkt loslegen.
Sprachunterstützung:
Viele Benutzer möchten die Komponenten am liebsten auf Deutsch nutzen. Daher haben wir uns für jede Komponente eine Möglichkeit gesucht, diese auf die deutsche Sprache umzustellen.
Bei Zoo 2.0 ist dies relativ einfach. Man muss sich lediglich das „Language-Pack“ von der Entwicklerseite herunterladen und anschließend der enthaltenen Anweisungen der „Read Me“ – Datei folgen. Das Pack muss dafür erst entpackt werden.
Bei K2 ist es ein wenig komplizierter, weil man kein entsprechendes „Language-Pack“ auf der Entwicklerseite finden kann. Man muss also etwas suchen. Wir haben in einer der Diskussionen ein entsprechendes Pack finden können: http://community.getk2.org/forum/topics/k2-german-backend-and-frontend Relativ weit hinten im Diskussionsverlauf findet man einen entsprechenden Anhang in einen der Kommentare mit dem Dateinamen „k2_language_de.zip“. Diese Datei wurde für den Test zur Umstellung auf Deutsch benutzt. Auch hier muss man die Datei erst entpacken und anschließend per Hand auf den Server hochladen. Die Datei aus dem „admin“ – Ordner muss in das Verzeichnis „Hauptverzeichnis von Joomla – administrator – language – de-DE“ kopiert werden. Die Datei aus dem „site“ – Ordner kommt hingegen in das Verzeichnis „Hauptverzeichnis von Joomla - language – de-DE“. Dann sollte die Komponente auf Deutsch umgestellt sein.
Mit SOBI2 ist die Installation / Umstellung auf Deutsch am einfachsten. Man muss sich auf der Entwicklerseite nur das gewünschte „Language-Pack“ heraussuchen (in unserem Fall „German (informal)“) und anschließend in die Einstellungen der Komponente navigieren. Also auf „Komponenten - SOBI2“ und dort dann weiter auf: „Configuaration – Language Manager“. Dort verläuft die Installation dann wie beim Joomla – Installer über die Durchsuchen- und Installschaltflächen. Anschließend navigiert man in die „General Configuration“ und stellt dort das SOBI2 auf die gewünschte Sprache um.
Der Vergleich:
Wir haben nun alle Komponente installiert und auf die deutsche Sprache umgestellt. Nun werden wir uns nun die Einstellungsmöglichkeiten beziehungsweise die Handhabung der jeweiligen Komponente einmal ein wenig genauer anschauen und diese miteinander vergleichen.
Bei Zoo 2.0 erstellt man als erstes einen „Blog“, welchem dann anschließend beliebig viele Kategorien zugeordnet werden können. Dabei arbeitet man innerhalb der Komponente mit „Tabs“, wie man sie aus dem Browser kennt. Man erstellt also einen Blog, der dann anschließen als „Tab“ angezeigt wird. Zum Hinzufügen eines weiteren, neuen „Tabs“ klickt man auf ein kleines Pluszeichen und schon kann man eine neue „App“ hinzufügen. In der Standartausführung gibt es nur zwei davon: „Blog“ und „Pages“. Man kann zusätzliche „Appz“ bei YooTheme kaufen. Darunter unter anderen Appz für „Downloads“, „Video-Archive“ und „Produkt-Kataloge“.
Man hat die Möglichkeit, verschiedene „Item-Typen“ zu erstellen, durch welche man dann verschiedene vordefinierte „Artikel-Layouts“ bei der Erstellung von neuen „Items“ bekommt. So kann man zum Beispiel Profilseiten für die Autoren erstellen oder einen „Item-Typ“ erstellen, der lediglich ein Video enthalten soll.
Weiter kann man bei Zoo 2.0 natürlich auch bereits vorhandene Kategorien und Beiträge aus Joomla importieren oder wahlweise auch eine XML Datei dazu nutzen. Auch der Export funktioniert einwandfrei, mit welchem es dann möglich ist, Beiträge und Kategorien aus einem Joomla in ein anderes zu importieren. Dabei werden die exportierten „Items“ als XML-Datei auf den eigenen Rechner heruntergeladen.
Auch im Frontend ist die Komponente eine reine Augenweide. Insgesamt erweist sich Zoo 2.0 als sehr souverän und entspricht unserer Meinung nach den vollen Erwartungen, welche man an ein “Content Construction Kit” haben könnte. Nicht so schön ist die Tatsache, dass man die „neuen Appz“ nur über den kommerziellen Weg erhalten kann, diese jedoch für einen unkommerziellen Gebrauch scheinbar nicht unbedingt benötigt, was diesen „Nachteil“ wieder gut macht. Zoo 2.0 beschränkt sich in der Grundausführung auf die Kategorie- und Beitragsverwaltung und weitere Funktionen sind nicht verfügbar.
Wir kommen nun zu K2 und hier bekommen wir sofort nach dem Login ein sehr übersichtliches und nahtlos in Joomla integriertes Menü zu sehen. Denn bei K2 wird neben der Komponente auch die Startseite des Administratorbereichs von Joomla verändert beziehungsweise um die Optionen von K2 erweitert. Die oben vorgestellte Übersetzung, funktioniert allerdings nur für die Komponente selbst und nicht für den eben erwähnten Bereich.
Bei K2 werden die Kategorien direkt erstellt und in beliebiger Reihenfolge und Unterkategorien eingeteilt. Auch hier werden wieder Beiträge hinzugefügt. Alternativ kann man sich auch bei K2 für das Importieren der Dateien aus Joomla entscheiden, was ebenfalls sehr gut funktioniert. Auch bei K2 kann man sogenannte „Extra Felder“ und „Extra-Feld-Gruppen“ erstellen, welche mit den „Item-Typen“ aus Zoo 2.0 vergleichbar sind. Zusätzlich bietet K2 im Vergleich zu Zoo 2.0 eine eigene Benutzer- und „Tags“-Verwaltung an. Über Letzteres kann man auf vordefinierte Meta-Tags schneller zugreifen. Parktisch: Während der Artikelerstellung werden neu erstellte „Tags“ hinzugefügt und gespeichert. Bereits vorhandene werden automatisch angezeigt. So kann man sich die Tageingabe erleichtern. Auch noch erwähnenswert ist, dass es neben der Benutzerverwaltung auch die Möglichkeit gibt, neue Benutzergruppen anzulegen, was wohl einen der größten Vorteile von K2 darstellen dürfte. Natürlich ist auch die Kommentarverwaltung ohne weiteres mit K2 möglich.
Insgesamt ist K2 eine sehr umfangreiche „Content Construction Kit“ – Komponente für Joomla und bietet eine Menge an Möglichkeiten. Nicht zuletzt die Benutzerverwaltung macht K2 sehr interessant. Die Menüführung ist zwar nicht kompliziert, aber trotzdem nicht ganz so übersichtlich wie bei Zoo 2.0. Die Tatsache das K2 im Moment noch die meisten kostenlosen Erweiterungen bietet und mit vielen nennenswerten anderen Komponenten zusammenpasst, neutralisiert die etwas komplizierter Menüführung aber wieder.
Als letztes „Content Construction Kit“ steht SOBI2 auf dem Tagesplan unseres großen Vergleichs. Bei dieser Komponente gibt es einige große Unterschiede im Vergleich zu den beiden zuvor getesteten. Einer dieser großen Unterschiede ist die Tatsache, dass SOBI2 wohl das „umfangreichste“ Menü von allen getesteten Komponenten besitzt, dafür aber auch mit einigen eigenen Funktionen daher kommt. Natürlich kann man auch mit SOBI2 normale Kategorien und Beiträge erstellen. Aber bereits hier gibt es, zumindest bei der Kategorieerstellung einen enormen Komfort: Das erstellen mehrere Kategorien gleichzeitig. Das erspart sehr viel Zeit und ist sehr einfach zu handhaben.
Auch bei SOBI2 findet man wieder einen „Feld-Manager“, mit dessen Hilfe man die Ansicht der Beiträge anpassen kann. Doch bereits in der Übersicht dieses Managers erkennt man den groben Unterschied: SOBI2 ist auf das Thema “Anzeigen / Bezahlte Einträge” spezialisiert. Denn man kann neben der „Freigabe“ auch wahlweise „Kostenlos“, „Pflichtfeld“, „In Kategorieansicht“ und „In Detailansicht“ an- oder ausschalten. Spätestens jetzt wird klar, dass sich SOBI2 besonders für den Bereich „Anzeigen“ eignet. Man kann die Komponente zwar auch wie Zoo 2.0 oder K2 nutzen, jedoch ist dieses Anwendungsgebiet nicht gerade die größte Stärke von SOBI2.
Durch die Möglichkeiten, die SOBI2 durch diverse Erweiterungen und Plugins bietet, welche größtenteils kostenlos sind, ergibt sich aber die Möglichkeit, SOBI2 parallel den beiden anderen Komponenten zu benutzen. Zum Beispiel für alphabetisch sortierte Kategorien, die wie ein Lexikon oder Adressbuch aufgebaut sind, wozu sich SOBI2 sehr gut eignet. Oder eben, um Besuchern die Möglichkeit zu bieten sich in eine Art Branchenbuch einzutragen.
Die erwähnten Plugins werden übrigens über den SOBI2-Installer, der in der Komponente integriert ist, hinzugefügt und auch innerhalb der Komponente verwaltet. Die „Template – Dateien“ lassen sich nahezu wunschlos bearbeiten. Auch die Profis bekommen mit dem Registrierungseditor einiges geboten, wo der Experimentier – Wunsch geweckt werden dürfte.
Insgesamt ist SOBI2 eine sehr starke Komponente, allerdings nicht um die Kategorien und Beiträge über eine bessere Art verwalten zu können, wie es bei Zoo 2.0 und auch bei K2 der Fall ist, aber zumindest um es für diverse andere Dinge zu nutzen, wie einen eigenen Anzeigenmarkt, für ein selbsterstelltes Lexikon oder für ein schlichtes Adressverzeichnis. Die Frontendoptionen eignen sich durch die alphabetische Anzeige mit „Buchstaben – Links“ ideal dazu.
Unser Fazit:
Zwar war SOBI2 kaum mit den anderen beiden Komponenten vergleichbar, aber zumindest stellte es sich als ideale Erweiterung heraus. Sowohl für K2 als auch für Zoo 2.0, da es Funktionen und Möglichkeiten mit sich bringt, wo beide anderen Komponenten nicht mithalten konnten. Zumindest in der Grundausführung. Zoo 2.0 bietet ein sehr übersichtliches und auf die Zweckmäßigkeit reduziertes Menü, welches optisch viel her macht. Jedoch ist die Tatsache, dass es kaum Erweiterungen aus dem unkommerziellen Bereich gibt sehr schade. Bei der Erstellung von Beiträgen und Kategorien fühlten wir uns im Umgang mit Zoo 2.0 viel sicherer und es ist definitiv sehr Anfängerfreundlich gestaltet. Wer einfach nur eine bessere und kostenlose Kategorie- und Beitragsverwaltung für sein Joomla möchte, wird mit Zoo 2.0 sehr zufrieden sein. Vergleichsieger ist unserer Meinung nach aber dennoch K2, weil es insgesamt mehr Erweiterungsmöglichkeiten aus dem unkommerziellen Bereich gibt und zusätzlich eine Benutzerverwaltung bietet, die bei Zoo 2.0 nicht integriert wurde.
Insgesamt lohnt es sich alle drei Komponenten selbst auszuprobieren und sich ein eigenes Bild davon zu machen, welche Vor- und Nachteile sich in Rücksichtnahme auf die eigenen Anforderungen und Wünsche ergeben. Alle drei Komponenten sind kostenlos erhältlich.
Wir hoffen sehr, dass unseren Lesern auch dieses Mal wieder der Vergleich gefallen hat und möchten darauf hinweisen, dass wir uns über jedes Feedback freuen, damit wir in Zukunft unsere Vergleiche und Artikel noch mehr auf die Wünsche der Leser anpassen können.
Zum Schluss gibt es hier noch einmal alle Links zu den einzelnen Komponenten:
ZOO 2.0: http://zoo.yootheme.com/
K2: http://getk2.org/
SOBI2: http://www.sigsiu.net/download/components/sigsiu_online_business_index_2.html
Auf Wunsch der Community wurde der Artikel ergänzt. Ein neuer Artikel mit dem Titel “Ergänzung zum Artikel „Großer CCK-Vergleich“ ist bereits abrufbar.













11 Kommentare
Ein “großer” Vergleich sollte aber zumindest jSeblod und FLEXIcontent beinhalten
Hallo Mirko,
wir werden den Bericht um die beiden Komponenten erweitern sobald die Zeit es zulässt. Danke für den Hinweis.
Gruß
René
Danke für den ausführlichen Artikel! Ich bin totaler ZOO 2.0 Fan. Weil es einfach genial und übersichtlich aufgebaut ist. K2 finde ich ein totaler Chaos Garten. Wenn man einem Kunde K2 beibringen müsste wo er immer das gleiche an einem verschiedenen Ort einstellen muss, dass es so erscheint wie man es schlussendlich will. Dann viel Spass!
es wurde ja schon gesagt, dass ohne das wirklich grösste cck jSeblod und das zoo 2.0 konkurrenzprodukt flexicontent dieser test nicht gerade viel aussagt.
da sobi2 ein directory, also ein verzeichnis, ist, wurde hier gut herausgehoben und auch ich kann nur die verwendung von sobi2 als ergänzung unterstützen. obwohl auch da seit dem update von jSeblod auf 1.6 vor wenigen wochen diese komponente überflüssig macht.
viel mehr stört mich aber das produkte wie zoo und flexicontent keine frontend eingabe haben und für mich deshalb keine echten cck’s sind. der grund für meine meinung diesbezüglich ist einfach.
CMS sind redaktionelle systeme, welche für mehr als einen redaktor oder journalisten oder was auch immer gedacht sind. um ein gleichbleibendes aussehen zu ermöglichen werden cck’s eingesetzt damit der journalist fotos und texte übermitteln kann und weiss dass alles richtig ausschaut.
fehlt nun diese funktion im frontend sehe ich den sinn darin nur noch beschränkt.
wenn ich nur im backend artikel erfasse, kann ich mir ein eigenes kleines template machen oder den templater von http://www.nonumber.nl benutzen. dann kann ich mir das ganze riesige flexicontent oder zoo sparen. denn wer im backend rumhantiert, sollte fachmann in sachen web sein und das system möglichst schlank halten.
bei jSeblod muss man fairerweise sagen, dass es ein vielfaches komplexer ist als k2 z.b. die einarbeitungszeit ist entsprechend grösser. und man kann jSeblod nicht in ein paar stunden lernen. vielleicht lässt die ergänzung noch etwas auf sich warten…
Artikel mit den bereits erwähnten Mankos wäre er Perfekt gewesen.
Mfg Marko Master
Bin mir nicht sicher aber FelxiContent hat glaube ich kein Kommentarfunktion intergriert.
Eigentlich hat den Namen CCK nur jseblod-cck verdient. Alle anderen die sich CCK auf die Fahne schreiben sind so eingeschränkt in den Funktionen, das man da nicht von Content-Construction-Kit nennen.
Auf K2 kann man viel “schimpfen”, aber kein anderes “CCK” (jseblod ausgenommen) läßt einen im Frontend Beiträge einreichen. K2 ist sogesehen im moment die einzigste Komponente die “rund” läuft und kaum wünsche offen läßt.
Aber man könnte jetzt stundenlang über Pro´s und Con´s der jeweiligen Komponenten diskutieren. Es gibt viele Meinungen und Vorstellungen. Und das ist auch gut so
gruß Markus
Auch ich vermisse in diesem Vergleich FLEXIcontent, bietet es doch den Vorteil dass die erfassten Artikel ganz normal in den Joomla-Tabellen abgelegt werden, was heisst das diese auch nach Deinstallation des CCK noch verfügbar sind (natürlich ohne speziell angelegte eigene Felder).
Was das von Markus angesprochene Frontend-Submitting betrifft, so sollte das laut Entwickler in der kommenden Version von FLEXIcontent vorhanden sein.
Korrekt, FC hat keine eigene Kommentarfunktion, bietet aber eine eingebaute Schnittstelle zu “JComment” sowie zu “Joom Comment”.
Hallo Community,
ich merke schon, dass euch die beiden Komponenten sehr wichtig sind und habe bereits mit der Ergänzung zum Artikle begonnen. Diese wird dann entweder hier mit eingearbeitet oder in einem seperaten Artikel erscheinen. Kommen wird diese aber in jeden Fall.
Ich werde bei der Überarbeitung auch die Frontendeingaben nocheinmal für alle Komponenten berücksichtigen.
Gruß
René
Danke für den Artikel. Jetzt weiss ich endlich, warum ich mich nicht zwischen den dreien entscheiden konnte und kann endlich auch K2 oder Zoo installieren, oder beide oder mal sehen.