Nach meinem letzten Post, der Ankündigung zu Joomla 3.0 im kommenden September, haben sich unter dem Facebook-Status zum Post ein paar Kommentare angesammelt. Christopher Dosin warf in die Runde, dass er in Joomla am schmerzlichsten ein Content Construction Kit (CCK) vermissen würde. Christian Hent und Ich hingegen meinten, dass es genügend Erweiterungen wie Seblod oder SobiPRO (beide haben Ihre Vorteile) auf dem Markt existieren würden. Christian sagte…
…wieso muss immer alles in den core, aber gleichzeitig will jeder dass joomla schlank und übersichtlich bleibt.
Für mich eine sehr interessante Frage. Ich persönlich bevorzuge einen sehr schlanken, aber flexiblen Core. Unnötigen Ballast benötigt niemand. Ich bin froh, dass mit der 2.5 schon einiges weggefallen ist und befürworte diesen Weg. Es ist sinnvoll einen schlanken Core zu haben. Installieren lassen sich Extensions immer, deinstallieren fällt bei Core-Erweiterungen aber schon schwerer. Und warum sollte man diese Funktionalitäten jemandem “aufzwingen” der sie nicht braucht, wenn doch die Wahl besteht.
Im Grunde das Gleiche wie mit dem Nichtrauchergesetzt. Raucher können vor die Tür gehen, die Nichtraucher sind jedoch dem Rauch ausgesetzt und müssten flüchten obwohl sie nicht möchten. Deshalb ziehen die Raucher den kürzeren, denn sie haben die Wahl
So viel also zu meiner Ansicht. Mich würde aber interessieren, wie alle anderen das sehen? Die Entwickler, die Power-User und natürlich die normalen Anwender? Würdet Ihr lieber so viele Funktionen im Core haben wie möglich, oder selektiert Ihr gerne und installiert pro-aktiv die Erweiterungen die Ihr benötigt?
Eine Glaubens- oder Geschmacksfrage? Ich binde hier eine kleine Umfrage ein und würde mich freuen, wenn Ihr abstimmt. Im Idealfall begründet Ihr eure Meinung unten in den Kommentaren und animiert andere, auch daran teilzunehmen. Vielleicht bekommen wir ja ein repräsentatives Ergebnis hin.
Bildquelle: Sean MacEntee @FlickR | Lizenz: CC BY 2.0
Schlagwörter: Inspiriert durch Social, Strategie, Umfragen













14 Kommentare
Das ein CMS schlank sein sollte stimmt natürlich. Was ist allerdings mit einer verwendeten 3rd Party Extension, die aus welchen Grund auch immer nicht mehr weiter entwickelt wird? Dann steht man im Regen
Ich finde andere Systeme wie beispielsweise Drupal bekommen es sehr wohl geregelt viele Features zu haben und trotzdem unkompliziert und performancereich zu sein. Im Gegensatz zu beispielsweise Typo3.
Das kann Dir aber bei allen Erweiterungen passieren. Wenn die Erweiterung gut und beliebt ist, dann wird sie auch lange existieren, zur Not in Form eines Fork.
Die Frage die ich mir bei deiner Sichtweise stelle ist: Wo soll man die Grenze ziehen, zwischen das muss in den Core und das nicht?
Eine Alternative wären Extension-Packages des Core-Team, die man über eine Repository per Klick installieren kann. So wären beide Vorlieben abgedeckt, oder?
Naja, das wird immer die Schwierigkeit (der Grat der Wanderung) sein!
Heute ist in einigen System neben Joomla! halt schon einiges im Core enthalten.
Spannend wär mal eine Umfrage was eigentlich eine CORE-Version eines zeitgemässen CMS beinhalten sollte.(Wurde das aber nicht auch schn im CORE-Team diskutiert, oder versucht anzugehen? http://forum.joomla.org/viewtopic.php?f=38&t=202346) Ich glaube Ihr gebt mir sicherlich Recht: Was man sich in Form von Extensions dazuinstalliert ist manchmal doch einiges neben den CORE-Konzepten programmiert, was schnell mal auch zu Migrationsproblemen, oder gar zu Sicherheitsrisiken für die ganze Seite führen kann.
Hallo RePao,
da hast du aber einen wirklich alten Thread ausgekramt
Ich weiß nicht so recht, ob das eine wirklich zielgerichtete Umfrage war, die festlegen sollte was in den Core soll. Da ging es m.E. hauptsächlich um Strategie und Selbstfindung
Mit deinem abschließenden Satz hast du sicher recht. Aber was soll man dagegen tun? Ist es vielleicht auch nur so, weil das Framework den Entwicklern noch nicht die Optionen bietet die sie wünschen? Würden sich dann mehr Entwickler an die Core-Konzepte halten?
Was soll deiner Meinung nach denn in den Core?
Vergiss Joomla, es handelt sich um eine Zeitverschwendung. Probier lieber Drupal aus.
Begründungen?
Okay – ich verstehe!
Zuerst, es tut mir Leid für mein Deutsch, ich probiere
Haben Sie Square One CMS gesehen? Es ist ein Joomla distribution. http://www.squareonecms.org Ich habe es für Leute mit Joomla Erfahrung gemacht, aber es ist das Core ohne viele Extensions. Ich glaube das Core minimalistish sein soll, aber man kann alle die Extensions wieder installieren.
Ich habe vergessen, hier ist ein Link für mein Präsentation von J and Beyond.
Hey Jeremy – nice to read you here! I already saw your Square One CMS project a few days ago – it seems to be a cool idea and what I am looking for. Thanks for sharing this here – I already put it on my “take a look at”-list and will definitively try it soon. I will come back to you!
Die Frage ist für mic nicht, ob ein CMS schlank oder nicht sein soll, sondern, was gehört heutzutage in ein CMS? Und da sind Dinge wie Mehrsprachigkeit oder ein CCK für professionelle Anwendungen absolut notwendig. Spielereien wie die Umfragen oder Weblinks gehören hingegen nicht in die Basisdistribution. Sowas kann man tatsächlich nach Bedarf installieren. Hier ist es auch wurscht, ob die eine oder andere Erweiterung nicht mehr entwickelt wird.
Das ist was anderes, wenn eine CCK nicht mit migrieren kann. Da ist dann das ganze Datenmodell ein Fall für dne Mülleimer und das wird dann sehr schnell sehr teuer.
Im Falle von Joomfish, die wohl nicht so recht aus dem Quark kommen, stecken jetzt auch eine Menge Sites in der Pipeline und können nicht migriert werden. So ein Stau ist bei elementaren Aufgaben eigentlich nicht akzeptabel.
Auch ein besseres SEO gehört in den Core. Zumindest ein effizienterer Zugriff auf die generierten Adressen fehlt noch.
Wenn ich mir die Entwicklung des Cores seit 1.0.X ansehe, so ist Joomla mMn aber auf einem guten Weg.
Hallo Frank,
bezüglich Joomfish: Schau Dir mal Falang an, das ist ein Fork von Joomfish. Läuft bei uns einwandfrei:
http://extensions.joomla.org/extensions/languages/multi-lingual-content/18210
Beste Grüße,
Yannick
Moin Yannik,
Falang habe ich schon runtergeladen und werde es wohl demnächst ohnehin für eine Website brauchen. Eine Migrationsfunktions erscheint es mir aber von 1.5 auf 2.5 nicht zu geben, so dass hier tatsächlich ein händsicher Umstieg bestehender Seiten bevorstünde.
Das mache ich dann lieber mit der neuen Corefunktion. Da ist man doch deutlich sicherer, dass es die Funktion beim nächsten und übernächsten Upgrade noch gibt. Und genaus dieses Stück Planungssicherheit in Sachen Kernfunktionen (da sind wir spachlich ja wieder beim “Core”) muss man im professionellen einsatz einfach haben.
Guten Morgen Frank,
da hast Du natürlich recht, eine wirkliche Migrations-Funktion scheint es nicht zu geben. Ich selbst finde die Joomla-Sprachverwaltung jedoch suboptimal. Falang macht das Arbeiten mit mehrsprachigen Webseiten definitiv einfacher.
Die Migration per Hand ist auch einfacher als Gedacht. Schau Dir mal folgenden Link an:
http://www.horoman.ch/joomla-webseiten/joomla-2-5/migration-von-1-5/76-migration-von-joomfish-auf-falang
Beste Grüße,
Yannick