Geschrieben von: RenéM Donnerstag, 04. März 2010 um 22:50 Uhr
Die Komponente „Stalker“, von Nick Texidor, hat ein neues Update bekommen, was Joomlanews den Anlass dazu gibt, diese sehr umfangreiche Erweiterung genauer unter die Lupe zu nehmen.
„Stalker“ ist eine Komponente, die das eigene Joomla um Links von so genannte „Social Networks“ erweitert. Dabei überzeugt nicht nur die Tatsache, dass die Erweiterung kostenlos ist und das es ein extra Plugin für JomSocial und den Community Builder gibt. Denn „Stalker“ bietet bereits von Anfang an 47 vordefinierte soziale Netzwerk-Anbieter, bei denen lediglich die eigenen Identifikationsdaten zur eigenen „Site“ eingegeben werden müssen. Nach der wirklich einfachen Installation (siehe unten), lässt sich die Komponente sogar um beliebig viele „Social Networks“ erweitern. Durch ein frei positionierbares Modul oder über einen Menüeintrag, lassen sich ausgewählten Anbieter wahlweise durch Symbollinks, Textlinks oder ganze Listen anzeigen.
Wenn man die Hauptkomponente im Bundle mit dem Modul und den Plugin installiert hat, kann man sogar im Modul die Gruppe aus der Komponente angeben, die angezeigt werden soll. Gruppen kann man in der Haupterweiterung bilden und verwalten.
Außerdem hat man die Möglichkeit neue soziale Netzwerke hinzuzufügen, was im Handumdrehen erledigt werden kann. So wurde im Zuge des Artikels ein neuer Link für das in Deutschland sehr beliebte „meinVZ.net“ angelegt. Dazu begibt man sich unter in die Hauptseite seiner Erweiterung („Komponenten / Stalker“) und klickt dort auf den Link „Social Networks“. Danach einen weiteren Klick auf „Neu“ oben rechts und gibt dort einen Namen für das neue Netzwerk ein. Darunter folgt die Adresse. Statt der eigenen ID gibt man an der Stelle ein „#id#“ ein. Also in dem genannten Beispiel: http://www.meinvz.de/#id#. Speichern und schon ist eine neue Eintragsmöglichkeit angelegt. Man kann nun noch beim Betreiber das Logo erfragen, falls dieses nicht auf der Homepage zum freien Download zur Verfügung steht. Diesen Schritt kann man überspringen, sofern man statt eines Symbollink nur Text angezeigt bekommen möchte.
Das Logo sollte wenn möglich quadratisch sein, damit es nicht zu Anzeigefehlern durch Verzerrung kommt. Hat man das Logo bekommen, dann muss man dieses per FTP-Uploader (z.B. "Filezilla") in das eigene Joomla-Verzeichnis hochladen. Der richtige Ordner ist, ausgehend vom Root – Verzeichnis, „media / stalker / icons“. Getestet wurde dieses mit den Formaten .png, .gif und .jpg – alle funktionierten auf Anhieb.
Leider kann man die Icons noch nicht über Joomla, beziehungsweise über die Erweiterung, direkt hinzufügen. Laut des Supportforums, ist schon seit längeren eine solche Funktion geplant, aber bisher noch nicht in die Tat umgesetzt worden. Daher muss man wohl vorerst weiter mit dem FTP-Upload vorlieb nehmen.
Man kann auf diese Art und Weise nahezu jedes soziale Netzwerk hinzufügen, dass eine individuelle Benutzer-Seite zulässt. Zusätzlich wurde der gleiche Vorgang mit der „Elektronic Sports League“ (kurz "ESL") getestet, die den Spielern auch eigene Profilseiten erlaubt. Auch hier hat der gesamte Durchlauf ohne weitere Probleme funktioniert.
Nachdem man eigene soziale Netzwerke hinzugefügt hat (keine Pflicht), muss man sich erst einmal eine Gruppe anlegen. Diese könnte man zum Beispiel in verschieden Kategorien unterteilen: „Videos“, „Musik“, „Blogs“ und so weiter. Dies bietet zum einen die Möglichkeit das Modul öfters an verschiedenen, passenden Stellen im eigenen Joomla zu verwenden, dient aber auch der Übersicht, wenn man die Komponente mit einem Menüeintrag verknüpfen möchte. Grundsätzlich ist die Angabe einer Gruppen-ID in der Komponente bei den Basisparametern eine Pflichtangabe . Beim Modul kann man wahlweise auch nur die die vordefinierten Felder in den Basisparametern ausfüllen. Man kann in den Parametern außerdem auch die Größe der Icons (16px bis 64px) und die Ansicht (Icon, List, Text) einstellen. Die Listenansicht (Einträge untereinander) ist eine Kombination aus Text (Einträge untereinander) mit Icon (Einträge nebeneinander). Dies gilt für die Menü- und Modulvariante gleichermaßen.
Wenn man die Komponente, das Plugin und das Modul gemeinsam im Bundle benutzt, so muss man beim Modul keine Angaben der entsprechenden IDs für die gewünschten sozialen Netwerke mehr machen, sofern man statdessen eine Gruppen-ID angibt.
Gruppen werden dann einzelnen Einträge zugeteilt. Bei der Erstellung der Einträge kann man dem gewünschten sozialen Netzwerk ein Icon zuteilen und angeben wie der entsprechende Link geöffnet werden soll (zum Beispiel steht der Befehl „_blank“ für ein neues Fenster/ einen neuen Tab). Außerdem gibt man an dieser Stelle den „Identifier“ an, also den eindeutigen ID-Link zur eigenen Seite beim entsprechenden Anbieter des gewählten sozialen Netzwerkes. Es werden auch die Reihenfolge und die Gruppenzugehörigkeit gewählt und zusätzlich muss angeben werden, ob der Link freigegeben werden soll.
Auf Anfragen von Benutzern und dem JomSocial-Team selbst, so gibt der Entwickler von Stalker auf seiner Homepage an, wurde das Plugin für die Community-Komponente JomSocial entwickelt. Das Plugin bietet registrierten Benutzern des eigenen JomSocials die Funktionen aus der Hauptkomponente: Die JomSocial-Member können damit ihre eigenen „Follow me (Folge mir)“ - Links hinzufügen. Das Plugin ist sogar kostenlos. Man muss aber dazu sagen, dass diese Erweiterung für JomSocial gerade mal in einer „grob funktionierenden Version“ zu Verfügung steht, so der Entwickler selbst. Des Weiteren erfährt man, dass der Entwickler und das Team von JomSocial gemeinsam an Verbesserungen arbeiten.
Übrigens gibt es auch für den „Community Builder“ ein entsprechendes Plugin, welches aber auch noch mit einigen kleinen Fehlern zu kämpfen hat.
Insgesamt bietet Nick Texidor mit Stalker eine sehr praktische und sinnvolle Erweiterung für Joomla und man darf gespannt sein, wie sich vor allem die Plugins für JomSocial und den Community Builder weiterentwickeln werden und wir werden dies weiter mit Interesse verfolgen und die Joomlanews-Leser auf dem Laufenden halten.
Zum Schluss folgen noch einige zusätzliche Informationen und eine extra für die Joomlanews-Leser übersetzte und getestete Installationsanleitung zum angebotenen Stalker-Bundle, welches die Hauptkomponente, die Modul-Erweiterung und das Plugin enthält.
Entwickler-Seite: http://nick.texidor.com
Letztes Update (zum Zeitpunkt der Artikelveröffentlichung):
04. März 2010 - Stalker Bundle (1.1.2)
Besteht aus dem Stalker Modul 1.1.2, der Stalker Komponente 1.1.1 und dem Stalker Plugin 1.1.2
Folgende „Sozial Network“ - Dienste von Beginn an enthalten:
Bebo, Blinklist, Blogger, Blogmarks, Brightkite, del.icio.us, Digg, Diigo, External Link, Facebook, Facebook Group, FeedBurner, Flickr, FriendFeed, Friendster, Google Reader, Hi5, Hyves, Jaiku, Kwippy, LastFM, LastFM Artist, Linked In, Linked In Group, Meet Up, Metacafe, Mister Wong, MySpace, Netvibes, Newsvine, Ning, Orkut, Photo Bucket, Picasa, Plurk, Qik, Reddit, Simpy, Stumble Upon, Technorati, Tumblr, Twitter, Vimeo, Vox, Xbox Live, Xing, YouTube.
Die Installation:
Für den Test wurde das „Stalker Bundle 1.1.2“ heruntergeladen. Dieses muss zu allererst entpackt werden. Nachdem dies erfolgreich erledigt wurde, hat man drei Archive: „com_stalker_1_1_1“, „mod_stalker_1_1_2“ und „plg_stalker_1_1_2“. Den ersten drei Buchstaben des jeweiligen Dateinamen kann man entnehmen, um was es sich bei den jeweiligen Archiven handelt:
com_ = Komponente
mod_ = Modul
plg_ = Plugin
Es wurde bei der Installation die Reihenfolge Komponente, Modul und zum Schluss das Plugin gewählt. Bei jeder Installation ist der erste Schritt gleich, danach geht es für jedes Paket individuell weiter:
Die Komponente:
Das Modul:
Das Plugin:
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